Lage, Böden, Klima

Hier haben wir alles was wir brauchen

Unsere wichtigsten Partner in der Weinproduktion sind die Böden und das Wetter. Weil man das Wetter aufgrund seiner schwankenden Laune immer im Auge behalten muß, wollen wir unsere Weingärten in unserer Nähe behalten um bei besonderen Umständen, wie zum Beispiel Trockenheit, Hagel, Sturm oder Frost, passend und schnell reagieren zu können.

Ob Sand, Schotter, Lehm oder Schwarzerde mit Kies - in und um Mönchhof kennen wir die Beschaffenheit unserer Böden genau und wissen, welche Rebe wo am besten wächst. Unsere langjährige Erfahrung mit den verschiedenen Lagen, wie zum Beispiel Kaiserberg, Rappühl, Pohnbühl, Langberg, Wiesacker oder Herrenjoch, ermöglicht uns die anfallenden Arbeiten im Einklang mit der Natur durchzuführen und höchste Qualität zu produzieren.

Das sonnenreiche Klima und die reichen Böden unserer Gegend, zusammen mit den in unserer Region begünstigten Traubensorten, bieten die Basis für die Schaffung von spannenden und wohlschmeckenden Weinen.

Wie das Wetter so spielt...

2013 hat mit einem langen und kalten Winter begonnen. Das erste Halbjahr war generell sehr nass. Der Saft ist erst am 11. April in die Reben geschossen - das war ca drei Wochen später als in normalen Jahren. Am 1. Juni hat dann schließlich die Blüte begonnen.

Der Juli war dann wiederum sehr heiß. Mitte Juli wurden schon die ersten Blätter im Weingarten gelb. Nach vielen Jahren mussten wir wieder mal unsere Bewässerung aktivieren. Ende Juli/Anfang August hatten wir dann Temperaturen knapp an die 40 Grad Celsius.

Mit Mitte August wurden die Nächte dann schon deutlich kühler und die Temperaturen und auch der Niederschlag waren der Jahreszeit entsprechend mäßig.

 

2012 hat spannend begonnen. Den eiskalten Wochen mit bis zu -15°C sind übergangslos Sommertemperaturen mit bis zu +20°C gefolgt. Insgesamt war das Frühjahr aber sehr trocken. Die Blüte hat bereits am 23. Mai eingesetzt - das ist etwa 2 Wochen früher als in normalen Jahren.

In der zweiten Juli-Hälfte gab es eine Erholungsphase mit einer regenerierenden Wassermenge. Aber der zweiten Augustwoche war es wieder trocken - bis zum Schluss der Ernte Mitte/Ende Oktober.

Der Trockenstress vor der Blüte hat dafür gesorgt, dass die Beeren und Trauben sehr klein blieben. Wir haben vom langsamen Wachstum profitiert und ohne viel Zutun gesundes und schönes Traubenmaterial geerntet. 2012 war daher wieder ein gutes Rotweinjahr mit einer Qualität ähnlich 2011.

 

2011 war gekennzeichnet durch ein extrem trockenes Frühjahr. Der Mai war sehr warm und die Blüte hat aussergewöhnlich früh eingesetzt. Schon am 26. Mai fingen die Zweigelt und Pinot Noir Gescheine zu blühen an. Der Sommer war warm, wurde aber durch ein paar kühle Wochen Ende Juli/Anfang August unterbrochen. Die rasante Reifung unserer Trauben wurde dadurch wieder etwas eingebremst. Dennoch hat die Ernte sehr früh eingesetzt und wir haben sie aufgrund des tollen Herbstwetters schon am 6. Oktober abschließen können. Was bedeutet dieses Jahr nun für...

...den Traubenlieferanten: Ein Traum. Das Traubenmaterial war ausserordentlich gesund und schön. 

...den Kellermeister: Eine Herausforderung, denn 14,5 bzw 15 Volumsprozent sind keine Seltenheit. Wir müssen laufend schauen, dass es bei der Gärung keine Probleme gibt und die Vinifizierung ist diesmal eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. 

...den Konsumenten: Den Verbraucher erwarten sehr kräftige, üppige und hochreife Weine, die es zu verstehen gilt. Sie schmecken intensiv und eventuell auch etwas untypisch.

 

2010 war eine wahre Herausforderung. Die Trauben sind während der Blüte verrieselt und dann erst spät ausgereift. Mengenmäßig ist dieser Jahrgang sehr klein, von der Qualität der Frucht aber trotzdem sehr schön.

2009 waren wir mit dem Wetter wieder zufrieden. Es war äußerst warm und trocken mit einem langen Altweibersommer. Bis in den Oktober hinein sind die Leute im Neusiedlersee geschwommen. Die Weine sind daher dunkel, mächtig, mit guter Struktur und dem für uns typischen kräftigen Tannin. Man kann sie durchaus mit den Jahrgängen 2000, 2003 oder 2006 vergleichen, obwohl wir ja jedes Jahr dazulernen - egal wie gut auch das Wetter mitspielt - und versuchen, frühere Jahrgänge zu toppen...

2008 war ein feuchtes Jahr und der Regen dauerte bis kurz vor der Ernte. Wir setzten alles daran, die Trauben gesund zu halten und wurden dann doch noch mit einem schönen Herbst belohnt. Die Weine präsentieren eine sehr schöne Frucht und werden sich mit den Jahren hervorragend entwickeln.

2007 war wieder ein beachtlich gutes Jahr, wie 2009 sehr warm und trocken.